Pharmamarkt-News

Erfolgreicher Modellversuch des EFPIA Modells

Noch in 2010 gibt es innerhalb der EU eindeutige Weichenstellungen um die zunehmenden Arzneimittelfälschungen in der EU einzudämmen. Es werden viele unterschiedliche Modelle diskutiert ob und wie man Fälschungen von Arzneimitteln schon auf den Handelswegen erkennen kann und wie eine mögliche Abgabe an Patienten verhindert wird. Allerdings wird nur ein Ansatz wird der Komplexität des Problems gerecht, das sog. EFPIA Modell.

Um die Wirksamkeit dieses EFPIA Modells zu beweisen, wurde nun zwischen September 2009 und Januar 2010 ein Modellprojekt in Schweden durchgeführt. Es waren 25 Apotheken der Apothekengruppe Apoteket AB und 14 Vertreter der pharmazeutischen Industrie daran beteiligt, auch ein vollsortierter pharmazeutischer Großhandel.

Die Grundlage des EFPIA Modells ist der 2D Data Matrix Code. Mit diesem 2D Matrix Code werden Artikelnummer, Chargennummer, Verfalldaten und eine Seriennummer von der Industrie auf die Packung aufgedruckt. Der Unterschied zu den sog. “Track and Trace” Modellen besteht nun darin, dass es nur zu einer End-to-End Verifikation dieser Nummer kommt. Die Apotheken kontrollieren erst bei der Abgabe des Arzneimittels an den Patienten den Status dieser individuellen Packung. Damit werden unnötige Lesevorgänge in anderen Handelsstufen vermieden und es bleibt für alle praktikabel.

Der Modellversuch in Schweden mit über 100.000 abgegeben Packungen hat bewiesen, dass dies eine verhältnismäßig kostengünstige Lösung darstellt. Gefälschte und Packungen mit anderen Mängel werden vor der Abgabe an den Patienten effektiv aussortiert.

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